Time-Out: Reisen in Thailand

 

kohlanta_6Jaaaa ich weiss! Eigentlich hatte ich die Absicht während meiner Timeout Reise regelmässig zu berichten. Offensichtlich wurde nichts daraus: Zuerst wollte ich mich von dem Stress zu Hause einmal richtig erholen und mich an das neue Leben gewöhnen. Ausserdem war es meistens schlichtweg zu heiss für mich zum Schreiben; oder die Internetverbindung war extrem langsam oder funktionierte gar nicht. Nun sei es! 😊 Ich bin immer noch unterwegs und finde endlich die Zeit zu berichten. Da dieser Blog jedoch kein Reiseblog im herkömmlichen Sinne ist, werde ich nur die einzelnen Etappen kurz beschreiben, was seit meinem letzten Beitrag geschah.

Koh Lanta

Meine Lieblingsinsel von Thailand! Das Leben dort ist extrem easy going. Die Strände sind sehr schön und die Sonnenuntergänge einfach traumhaft. Hier befindet sich auch KoHub. Ein Co-working Space, wo man einen Arbeitsplatz pro Tag, Woche oder Monat mieten kann. An alle digitalen Nomaden: Ich kann diesen Ort nur wärmstens empfehlen! Ich selber habe dort auch ein paar Tage gearbeitet und mein erster Blog-Beitrag der Reise habe ich dort geschrieben. Mega cool ist auch die vorhandene Küche: Per Intranet kann man einen leckeren Lunch bestellen. Der wird direkt vom vorbezahlten Konto abgebucht und dir erst noch an deinen Platz serviert!

katrin erni at work at kohub koh lanta

So macht Arbeiten richtig Spass: mit coolen Leuten, schnellem Internet, schönes Wetter, gesundes Essen mit Kokos-Milch-Shake! 🙂

Gewohnt habe ich im Lanta Garden Hill Resort. Das war reiner Zufall: wegen dem guten Kaffee ging ich dorthin beim ersten Frühstück. Da habe ich festgestellt, dass sie auch Zimmer vermieten (die ersten zwei Nächte war ich nur provisorisch in einem Resort vis-à-vis untergebracht; gefiel mir aber nicht besonders und es war mir auch zu teuer). Im Garden Hill hatte ich ein kleines Studio mit kleiner Küche (die ich jedoch nie benutzt habe, ausser natürlich den Kühlschrank). Gleich daneben befinden sich ein paar kleine Restaurants und ein Seven Eleven (kleiner Supermarkt, sieht man in Thailand überall). Ich fühlte mich hier rundum wohl und würde jederzeit wieder dorthin gehen. Es liegt zwar nicht direkt am Strand, aber das ist auch kein Problem; die Tuktukfahrer sind ebenfalls gleich vor dem Haus stationiert.

Hier ein paar wenige Fotoimpressionen von Koh Lanta

spunky auf koh Lanta - Katrin Ernibe spunky auf Koh LantaSonnenuntergang auf Koh LantaStrand auf Koh LantaKoh Lanta

Yoga auf Koh Yao Noi

Nach ca. 8 Tagen auf Koh Lanta ging es mit der Fähre zurück auf die Festinsel Krabi, und nochmals mit einer kleineren Fähre zur nächsten Insel Koh Yao Noi. Hier habe ich noch von zu Hause aus eine Woche Yoga auf dem Yoga Island Resort gebucht. Schon bei Ankunft habe ich das jedoch sehr bereut: Die Insel ist nett, jedoch überhaupt nicht vergleichbar mit Koh Lanta. Bei Ebbe muss man sehr weit hinausspazieren und bei Flut gibt es praktisch keinen Strand. Auch das Wasser sah nicht gerade einladend aus zum Schwimmen. Bei Ankunft im Yogaresort wurde ich an der Reception von einer Europäerin (!) empfangen, so richtig im Flower-Power Hippie Look. Sie begrüsste mich mit einem «entzückenden-abgehobenen-künstlich-freundlichen» Lächeln und verlangte sofort die Zahlung der zweiten Anzahlung. Mhhhh… ich habe gelernt, vermehrt auf mein Bauchgefühl zu hören und dieses machte sich auch sogleich bemerkbar und rebellierte. Sowieso hatte ich das Gefühl, dass auch die Urlauber hier so auf einem Selbstfindungstrip sind – quasi «wir lieben uns alle». Ok, bin vielleicht etwas hart mit urteilen. Schlussendlich wollen wir uns ja alle irgendwie selbstfinden. Dennoch spürte ich sofort, dass ich so gar nicht in diese Gesellschaft passe. Nichts Falsches an dem Resort; es lag an mir. Kommt noch dazu, dass das Yoga Island Resort für thailändische Verhältnisse ziemlich teuer ist. Für den Preis habe ich schlichtweg etwas Anderes erwartet. Ich sagte mir «Scheisse, das habe ich mir selber eingebrockt; selber schuld, wenn ich von zu Hause was buche und nicht kenne!». Nachdem ich mich im Bungalow installiert hatte, überlegte ich kurz, ging wieder zurück zur Reception und annullierte den Aufenthalt. Zum Glück konnte ich 4 von 7 Übernachtungen kostenlos annullieren und somit blieb ich dort 3 Nächte. Meine Erfahrung mit Yoga ist dementsprechend auch jämmerlich – ich habe es immerhin zwei Mal versucht. Ich will gar nicht näher darauf eingehen und auch nichts Schlechtes über das Resort und Yoga sagen ausser: Yoga und ich – wir sind nicht kompatibel und das Thema ist für mich abgehakt. Ich bin um eine Erfahrung reicher!

yao_2

Mit dem Kutter geht’s von Krabi nach Yao Noi.

Koh Yao Noi

Koh Yao Noi: so sieht’s bei Ebbe aus…

be spunky und relaxed auf Koh Yao Noi

Während sich die anderen Gäste mit Yoga plagen kann ich hier schön chillen!

Ao Nang

Nach Yao Noi fuhr ich mit dem Schiff wieder zurück nach Krabi und war unschlüssig, wohin ich nun weiterziehen soll. Ich buchte 2 Nächte in einem kleinen Hotel in Ao Nang. Darüber gibt es eigentlich nichts Spezielles zu berichten. Es ist eine geschäftige kleine Stadt mit 8000 Einwohnern;  mit viel Verkehr und Shops. 2 Tage sind gerade ok für ein paar Einkäufe und fürs Organisieren des nächsten Aufenthaltes. Ich habe entschieden, nochmals für eine Woche nach Koh Lanta zu fahren und buchte den Schiffstransfer. Ahh, das war wieder herrlich dort und ich habe diese Tage in vollen Zügen genossen.

Die Zeit rennt auch als Traveller und auf einmal realisierte ich, dass ich ja gar nicht mehr so lange in Thailand bleiben kann. Mein Touristenvisum erlaubt mir nur einen Aufenthalt von 30 Tagen. Wohin geht’s als nächstes?

Krabi-Bangkok mit Bangkok-Airways

Nächstes Ziel soll Denpasar in Bali sein. Doch zuerst buchte ich den Flug mit Bangkok Airways von Krabi nach Bangkok für umgerechnet ca. 50 Euros. Ich flog zum ersten Mal mit dieser Airline und war positiv überrascht. Den Passagieren bieten sie eine eigene Lounge mit Gratis-Wifi an (auch für Eco-Kunden) und der ganze Service und Flug war sehr gut; kann ich nur empfehlen!

3 Tage Bangkok – totally Spunky Hoch 10

Statt direkt weiterzufliegen, blieb ich erst mal 3 Tage in Bangkok, da mein Visa noch gültig war. Auf diversen Foren und Blogs habe ich mich auf diese Millionenstadt vorbereitet. Es gibt kaum eine Grossstadt auf der Welt wie Bangkok, wo es unzählige Luxus-Hotels zu sehr günstigen Preisen gibt. Viele meiner Unterkünfte buche ich auf booking.com – so auch das Hotel in Bangkok. Und tatsächlich! Ich hatte die Qual der Wahl von vielen 4- und 5-Sterne Hotels zu sehr attraktiven Zimmerpreisen. Ich habe mich für das Amara Bangkok Hotel entschieden. Wooooowh….das war der Hammer! Ich kriegte ein Zimmer in der obersten Etage – im 23. Stock! Mit einem separaten Lift geht es nochmals 2 Etagen hinauf wo sich auf dem Dach ein Pool mit Bar befindet. Und was für eine geile Aussicht! Ich war richtig überwältigt! Normalerweise sieht man solche Bilder ja nur in Zeitschriften oder im TV – und jetzt erlebe ich das völlig unplanmässig auch mal. Es war einfach nur geil! Das warme Wetter, die Stimmung, die Musik und die Hammeraussicht. Hier ein paar Fotos:

Be spunky - Amara Hotel BangkokAmara Hotel Bangkok - 25. EtageBe spunky im Amara Hotel BangkokSpunky in Bangkok - Amara Hotel

Und was unternimmt man in Bangkok? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Touristenattraktionen zu besuchen; wie Tempel, der goldene Buddha, der floating market usw. Ich hatte jedoch keine Lust, mich mit 1000 anderen Touristen durch diese Attraktionen zu quetschen. Auf Google kam ich irgendwann mal auf des MOCA – Museum of Contemporary Art. Oh ja, genau richtig für mich! Etwas kreative Inspiration passt mir gerade! Auf Trip Advisor habe ich Kommentare von Besuchern gelesen und ich war deshalb vorbereitet, dass dieses Museum sehr viele Taxifahrer nicht kennen, weil es seltsamerweise nicht so bekannt ist. Der freundliche Mann an der Hotel-Reception druckte die Adresse und die Wegbeschreibung des Museums für den Taxifahrer aus – es befindet sich ganz in der Nähe des Flughafens Don Mueang. Ich kann nur sagen: das MOCA ist seeeehr cool und für kunstinteressierte absolut besuchenswert! Von aussen sieht es eher unscheinbar aus.

Moca - Museum of Contemporary Art Bangkok

Es ist jedoch ziemlich gross und verteilt sich auf 5 Etagen. Viele Kunstwerke sind etwas Dali-lastig. Das störte mich jedoch nicht – im Gegenteil: ich bin ein Fan von Dali! Im MOCA habe ich unzählige Fotos gemacht – hier nur eine winzig kleine Auswahl:

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Wenn du also Tipps für einen Bangkok-Aufenthalt hier erwartest, muss ich dich leider enttäuschen. Der Museums-Besuch war meine einzige Aktivität, die ich in Bangkok gemacht habe. Ich besuchte auch keinen Markt, weil ich sowieso nichts kaufen konnte (wegen Gewicht des Reisegepäcks). Während der restlichen Zeit des Aufenthaltes in Bangkok liess ich mich einfach treiben und ging auf Fotojagd.

Be spunky in Bangkok

So, das war nun mal ein Kurzbericht, wie meine Time-Out Reise in Thailand begonnen hat. Hier noch ein paar Kommentare im Allgemeinen, wie ich es als Alleinreisende Frau in Thailand erlebt habe:

Alleine in Thailand unterwegs:

Alles easy – kein Problem. In Thailand kommt man schnell in Kontakt, sowohl mit den Lokalen als auch mit den vielen anderen Reisenden, die in Thailand unterwegs sind. Es ist völlig unkompliziert und auch wenn es manchmal nach Chaos aussieht: irgendwie funktioniert es immer. Ich habe mich niemals irgendwie unsicher gefühlt! Natürlich spielt für mich auch das Reisebudget eine Rolle. Alleine durch Thailand zu reisen kann ich mir gut leisten. In vielen anderen Länder wäre es mir schlichtweg zu teuer. Ich muss zugeben; ich habe Thailand nur ungern verlassen. Ich habe mich ausgesprochen wohl gefühlt bei den Thais!

Fähren und Bustransfer in Thailand

Den Schiffs- oder Bustransfer kann man entweder im Hotel buchen oder auch an einem der vielen kleinen Stände auf der Strasse. Gebucht wird nicht per Computer, sondern noch richtig old school mässig: Der Verkäufer ruft irgendwo an, stellt einen handgeschriebenen Voucher aus, ich bezahle, that’s it. Ich habe mich paar Mal gewundert, ob das wohl gut geht… aber ja doch: alles hat immer wunderbar geklappt!

Taxis in Bangkok

Die Taxifahrer in Bangkok sprechen kein oder sehr schlecht Englisch. Sie haben auch kein GPS (jedenfalls keiner der Taxifahrer, die ich hatte). Mir ist auch klar, dass man in dieser Riesenstadt nicht alle Strassen kennt. Aber auch das ist kein Problem: Der Taxifahrer steigt aus und fragt einen Tuktuk-Fahrer… oder ich habe mein GPS auf meinem Handy aktiviert und mit dem Taxifahrer mit Händen und Gesten gesprochen und auch oft gelacht.

Vom Flughafen Suvarnabhumi (ca. 30 km vom Zentrum) in die Stadt führ der Weg über einen kostenpflichtigen Highway. Mit dem Taxifahrer macht man vorgängig den Preis ab und ob inkl. oder zusätzlich Mautgebühren (75 Baht). Eigentlich zahlt man ja nach Taximeter; und einige schlitzohrige Taxifahrer versuchen mit einem Fixbetrag etwas zusätzliches Taschengeld zu verdienen. Für mich war das jedoch alles halb so wild! 🙂

Tuktuk in Thailand

Am coolsten ist es natürlich, selber einen Scooter auf einer Insel zu mieten. Ich hatte jedoch keine Lust, mich zuerst noch an die neue Verkehrssituation (links fahren) zu gewöhnen. Und ich geb’s zu: ich hatte auch ein wenig Schiess… Auf Koh Lanta gibt es unzählige Tuktuk-Fahrer die mich von A nach B fuhren.

Auch die Tuktuk-Fahrer sind Schlitzohren. Die Preise, die sie bei den Touristen verlangen sind wahrscheinlich viel zu hoch. Mich hat das jedoch nicht gestört. Mit der Zeit bekam ich sowieso das Feeling für die Kosten in Baht und ich konnte mich noch immer arrangieren.

Wifi in Thailand

Auch Wi-Fi ist völlig easy. In vielen Restaurants kriegt man das Passwort sogar ungefragt. Es ist nicht die super schnellste Verbindung aber auf jeden Fall akzeptabel; zum Arbeiten jedoch meistens zu langsam! Auch in meinen Unterkünften war Wi-Fi ok.

Booking.com

Wie schon erwähnt, hatte ich praktisch all meine Unterkünfte auf booking.com gebucht. Da kann man nach Preisklasse wählen und ich habe immer noch die Kommentare der Gäste gelesen. Wenn ich z.B. las, dass das Internet schlecht oder extrem langsam ist, kam es für mich gar nicht in Frage. Soweit habe ich immer gute Erfahrungen gemacht!

Mein Reisegepäck

Bin immer noch sehr zufrieden damit. Allerdings bin ich nicht so sicher, ob ich mit meinem Trolley (Osprey Sojorn 80) nochmals reisen würde. Er ist qualitativ wirklich top! Der grosse Nachteil, den ich auch schon erwähnt habe ist das Leergewicht von 4,1 Kg. Meine persönlichen Sachen wiegen so ca. 10 kg. Ich habe schon x-mal mein Gepäck sortiert und geprüft, was ich loswerden könnte. Das Problem sind nicht die Klamotten, es sind meine elektronischen Utensilien: Netbook, Kamera, Tablet, externer Charger, usw. Für die nächste Reise muss ich da nochmals über die Bücher gehen; das kann ich bestimmt noch optimieren.

Das war ‘s also, mein erster update dieser Time-Out Reise. Über meine nächsten Etappen werde ich hoffentlich bald im nächsten Bericht schreiben!

Bis bald! Katrin

2 Antworten auf “Time-Out: Reisen in Thailand”

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