Ich schenke mir ein Stück Freiheit!

be spunky - folge deinem geistesblitz

Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

Dieses Zitat hier ist von Georg Christoph Lichtenberg und passt zu meiner aktuellen Lebenssituation perfekt. Nein – ich ziehe nicht in eine Mietwohnung. Und nein: Ich wandere auch nicht nach Südafrika aus! Zurzeit bewege ich meinen Arsch gewaltig. Ich habe diesen saloppen Ausdruck von Frank Wildes Buch „Beweg deinen Arsch“ übernommen. Ich hab’s gelesen und kann es empfehlen. Aber eines nach dem anderen:

Zum Glück gibt es Geistesblitze!
Bei mir ist er einfach so gekommen, ohne Vorankündigung, am Weihnachtstag 25.12.2016. Den Mietvertrag für die coole Wohnung hatte ich schon in den Händen – zum Glück noch nicht unterschrieben. Beim nach Hause fahren nach einem Weihnachtsbesuch kam er aus heiterem Himmel. Ich habe nichts überlegt, ich habe nicht gegrübelt (wie ich das ja oft mache) – im Gegenteil: ich hörte coole Musik im Auto (nein – es waren keine Weihnachtslieder), und plötzlich war er da – der Gedanke! Und nicht nur das: Ich sah auf der Stelle und blitzartig alles klar und es fühlte sich gut an – nämlich eine längere Reise zu unternehmen! Dennoch, ich war selber überrascht und fühlte mich ziemlich überrumpelt von diesem Gedanken und ich habe ihn sofort wieder weggejagt! Gleichzeitig WUSSTE ich, dass ein längeres Time Out das einzig Richtige für mich ist. Mein Verstand meckerte und argumentierte, dass ich doch schon alles geregelt habe mit der Wohn- und Arbeitssituation und in meinem Umfeld habe ich das auch schon so kommuniziert. Jetzt wird dieser Plan auch gefälligst durchgezogen!

Mein Herz konnte jedoch meinen Verstand mit folgenden Fragen vom Gegenteil überzeugen:

  • Wer oder was hindert dich daran, es nicht zu tun?
    (Antwort: Niemand, nichts)
  • Du hast doch schon seit längerem dem Wunsch, wieder mal eine grosse Reise zu unternehmen?
    (Antwort:  Ja, klar)
  • Wenn nicht jetzt, wann dann?
    (Antwort: Schulter zucken)
  • Was habe ich hier schon geschrieben? „Man bereut nie, was man getan hat, sondern immer, was man nicht getan hat“
    (Antwort: Schulter zucken, zögerliches Nicken mit unschuldigem Hundeblick )

Kurz: Mein Verstand hatte keine Chance und gab schliesslich auf. Ich muss auch zugeben, diese Diskussion dauerte nicht lange und es war eine sehr leichte Überzeugungsarbeit! 🙂

Höchste Zeit für die Auszeit!

be spunky - gönne dir eine Auszeit

Na dann: Gesagt (oder besser: gedacht) – Getan!  Mein Entschluss zu Reisen stand fest! Ohne Wenn und Aber. Und jetzt los! Arsch bewegen! Plötzlich werde ich mit vielen Fragen konfrontiert, die innerhalb kürzester Zeit (1 Monat) beantwortet werden müssen:

Auflösung meiner Wohnung
Ich bin ja immer noch dran und die Frage stellte sich, ob ich  nun gleich alles verkaufen und/oder entsorgen soll oder behalte ich noch einen kleinen Teil?  Doch ich habe entschieden, ein paar Möbelstücke, Einrichtungsgegenstände usw. zu behalten und einzulagern – jedoch so wenig als möglich. Das ist für mich schon noch eine Herausforderung! (Ich habe sogar meine gesamte LP-Sammlung verkauft).

Mein Geschäft
Das war eine grosse Knacknuss – wie geht es weiter mit vinvac? Doch innerhalb einer Woche hatte ich die Lösung: Mein Treuhänder übernimmt für mich das Administrative. Er wird jedoch nicht der Stellvertreter meines Geschäfts sein. Theoretisch könnte ich von überall arbeiten. Ich will jedoch ein richtiges Time Out und deshalb habe ich entschieden, die Geschäftstätigkeit während der Reise einzustellen. Auf der Website habe ich bereits informiert. Es ist mir völlig bewusst, dass ich mit dieser Handlung auch Kunden verlieren werde. Es wäre nur Wischi-Waschi wenn ich während der Reise täglich noch mit meinem Business beschäftigt wäre. Zudem will ich das Konzept sowieso in absehbarer Zeit ändern, und somit passt es, dass auch mein „Baby“ eine Auszeit kriegt.

Reiseplanung
Wenn ich mir schon diese Freiheit schenke, dann richtig! Ich will nicht planen, wann ich wo und wie lange bleiben werde. Ich brauche einen kompletten Break und ich will eintauchen in fremde Welten, Neues erleben, Abenteuer, Natur, Kultur, Kunst, neue Inspiration, usw. Trotzdem muss ich mir jetzt schon überlegen, welche Länder ich gerne bereisen möchte, wegen den Einreisebestimmungen (Visa).

Dauer der Reise
Auch dazu habe ich keinen konkreten Plan. Ich stelle mir eine Reise zwischen 2 bis 3 Monate vor. Es kommt auch ein wenig drauf an, wie das Budget strapaziert wird. Ausserdem nehme ich mir die Freiheit, dass ich schon nach einem Monat wieder zurückreise, wenn ich spüre, dass es nicht geht. Ich denke zwar eher nicht, aber ich muss niemandem etwas beweisen. Einige Freunde meinten sogar, dass ich gar nicht mehr zurückkommen werde. Auch das ist theoretisch möglich, wobei ich glaube eher nicht. Gewiss ist nur, dass es eine Reise ins Ungewisse ist! 🙂

be spunky und sag: Bin dann mal weg !
Bin dann mal weg !

Reisegepäck
OMG. Das wird für mich eine echte Herausforderung, damit ich nicht zu schwer reise. Ein Muss (und nicht diskutierbar) ist meine Kamera und mein Netbook. Das alleine hat schon einiges an Gewicht. Ausserdem bin ich immer noch unentschlossen, ob ich mit Rucksack oder Reisetasche unterwegs sein werde.

Administration
Versicherung: Zusätzliche  Reiseversicherung
Planung Umzug: Lager für Möbel organisieren, Umzugshelfer organisieren
Telefonnetz-Abo abmelden, Handyabo ändern, usw. Und noch vieles mehr!

Freiheit – Die Kehrseite der Medaille!
Der Februar wird noch ziemlich chaotisch werden und bis Ende Monat habe ich noch einen Saustress. Aber ich beklage mich nicht, ich wollte es ja so. Meine neu erschaffene Freiheit wurde mir jedoch nicht geschenkt! Ich habe sie mir selber erschaffen und sie hat auch seinen Preis: ich habe kein zu Hause mehr. Ich werde quasi heimatlos sein. Dafür werfe ich sehr viel Ballast von mir weg, was ein sehr befreiendes Gefühl gibt. Ich verkaufe Möbel und Gegenstände zu einem Spottpreis – um ein vielfaches unter deren Wert. Ist mir egal!  Je weniger ich besitze, desto grösser ist die Freiheit.

Meine Anspannung und Nervosität wächst mit jedem Tag. Noch 3 Wochen und ich habe noch extrem viel zu erledigen. Im Moment habe ich nur ein Ziel vor Augen: Endlich im Flieger sitzen, mich nach hinten lehnen, Augen zu, entspannen und abheben. Das bedeutet nämlich , dass ich all die Arbeit, die noch vor mir liegt, endlich hinter mich gebracht habe.

Wie es im Detail mit der Reisevorbereitung aussieht, werde ich hier noch ausführlicher beschreiben.

Ich muss jetzt los und weiterarbeiten.

Bis bald, Katrin

2 Antworten auf “Ich schenke mir ein Stück Freiheit!”

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