Ausmisten und Loslassen – meine Tipps

In den Startlöchern fürs Neue Jahr 2017

be spunky - loslassen - Platz machen für Neues

Loslassen – aber wie?

Es scheint so, als wäre Loslassen für mich DAS Jahresthema gewesen. Ich musste oder durfte feststellen, dass es dabei in jedem Bereich um dasselbe geht – um die eigenen Gedanken, um die eigene Einstellung zu einer Situation, ums Mentale. Für mich ist das eine spannende und faszinierende Erfahrung: Ich kann von einer Sekunde auf die andere eine Situation oder eine Angelegenheit ändern, wenn ich die Einstellung dazu auch ändere und entsprechend aktiv werde. Soweit zur Theorie – in der praktischen Anwendung hapert es bei mir noch manchmal!

Momentan ist bei mir das „physische“ Loslassen aktuell. Ende Februar muss ich aus meiner Wohnung sein (freiwillig, diese habe ich schon losgelassen ;-)). Lange Zeit habe ich mir überlegt, ob ich nun wirklich gleich anschliessend nach Südafrika auswandern soll. Es bleibt nach wie vor mein Ziel – doch ich habe mich für die Salami-Taktik entschieden, weil ich hier noch ein paar weitere Angelegenheiten erledigen muss. Ich werde in meiner Nähe eine schöne, jedoch ziemlich kleinere Wohnung mieten, und von dort aus die nächsten Schritte planen. So oder so muss ich meine Wohnung ausmisten und mich von vielen „Dingen“ trennen. Der Zeitpunkt dazu ist perfekt: Draussen ist es kalt und grau und es herrscht die typische vorweihnachtliche Hektik, der ich wenn immer möglich aus dem Weg gehe. Nun bin ich am Aussortieren: was werde ich wegschmeissen oder entsorgen, was behalte ich, und was versuche ich, via ebay oder ricardo zu verkaufen.be spunky - loslassen - Platz machen für Neues

Ausmisten: Sag der Vergangenheit in Frieden Lebewohl!

Leute – eines sage ich Euch: ich mache dabei unzählige Zeitreisen, vollgespickt mit kunterbunten Emotionen, denn: jeder Gegenstand ruft bei mir Erinnerungen hervor! Vor dem geistigen Auge läuft automatisch ein Film ab. Die Vergangenheit hat sich wieder gemeldet! Z.B. mein Service von Villeroy & Boch, das seit ich 17 bin, regelmässig erweitert wurde; das Resultat: Ich habe ein über 100 teiliges Service, das zum grössten Teil noch gar nie benutzt wurde! Erinnerungen kommen dazu auf. Da ist auch das Bild von meinem Exmann und mir, wir haben zusammen Jahr für Jahr aus diesen Tellern gegessen und die eine oder andere lustige Episode fällt mir dabei ein. Ein weiteres Bild ist der 26. Dezember – die traditionelle Weihnachtsfeier bei meiner Tante (das war immer ein „Augen-zu-und-unten-durch“ Anlass). Beim Geschenke Auspacken tat ich anstandshalber immer so überrascht, als ich wieder ein paar Teile für die „Ausrüstung“ geschenkt bekam: „Ohh wie schön (dabei: ohh wie langweilig) eine Saucière und 2 Frühstücksteller!“ All diese Bilder und Erinnerungen gehen bei mir sekundenschnell durch den Kopf. Ich beginne zu hadern und führe ein Zwiegespräch mit mir:

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Katrin  1
„Ich kann doch nicht nach all den Jahren alles weggeben? – Ich behalte es!“

Katrin 2
„Es ist nur die Vergangenheit und die Erinnerung dazu, die dich bremsen.“

Katrin 1
„Aber das  Porzellan ist ein kleines Vermögen wert!  Ich kann das doch nicht einfach so zu einem Spottpreis verhökern!“

Katrin 2
„Je weniger du besitzt, desto freier bist du! Mag schon sein, dass es ein kleines Vermögen wert ist, aber über 75 % dieser Teile hast du gar nie benutzt! Willst du das schwere Gepäck wirklich weiterhin mit dir schleppen und am nächsten Ort unbenutzt lagern?“

Katrin 1
„Nein, will ich nicht! Das macht tatsächlich keinen Sinn.“ usw.

Diese absurden Überlegungen klingen ziemlich lächerlich, wenn ich das jetzt so schreibe.

Platz machen für Neues!

Sicher gibt es viele Menschen, die solche hinderliche Gedanken gar nicht haben. Um so besser für sie!  Bist du aber ähnlich gestrickt wie ich und du möchtest auch irgendwie einen Schritt oder sogar mehrere Schritte im Leben weitergehen? Hast du dabei jedoch auch das Gefühl, dass dich viel Materielles um dich fast erdrückt und dich deshalb unbeweglich macht? Hier ein paar Tipps von mir, wie ich am besten damit klarkomme:

Was brauchst du wirklich?
Zuerst definiere, was du brauchst und was „nice to have“ ist. Du kannst es dir auch aufschreiben aber du musst dabei schon ehrlich zu dir selber sein! Ich bin sicher, du wirst erstaunt feststellen, wie wenig du eigentlich zum Leben brauchst. Was ich z.B. sicher brauche ist mein Bett (ja natürlich, ich werde ja nicht auf dem Fussboden schlafen – irgendwo hat es mit dem Minimalisieren schon auch Grenzen, haha), ein paar Möbel, Klamotten, usw.

Setze Prioritäten
Du musst ja nicht gleich alles „nice to have“ wegwerfen, um das geht es gar nicht. Aber um materiell schlanker zu werden, geht es nun mal nicht ohne Verzicht. Wenn du dich nicht entscheiden kannst und der Wunsch zum Loslassen ist da, dann kreiere eine Prioritäten-Liste. Es gibt Gegenstände mit materiellem und imateriellem Wert. Ich persönlich behalte die Gegenstände von imateriellem Wert, wenn ich mich entscheiden muss. Aber das ist individuell. 

Sei ein guter Mensch 😉
Wenn es dir schwer fällt, dich von Dingen zu lösen aber du siehst die Notwendigkeit trotzdem ein: Es kann hilfreich sein, dies einer Person in deinem Umfeld zu schenken oder günstig zu verkaufen, wenn du weisst, dass diese Person sich darüber freut und es auch schätzt. Du kannst beruhigt sein, dass dein „Lieblings-Ding“ sich in guten Händen befindet und das Loslassen fällt leichter. Gleichzeitig gibt es dir das Gefühl, dass du etwas Gutes getan hast. Eine Win-Win Situation also!

Ciao Vergangenheit – Hello Zukunft
Wenn du so wie bei mir, beim Ausmisten gleichzeitig mit der Vergangenheit konfrontiert wirst und diese dich irgendwie blockiert: Mach dir Bewusst, dass die Vergangenheit nur im Kopf ist. Es ist passiert bringt dich aber nicht weiter. Nimm dir die nötige Zeit dich von dem Alten zu verabschieden. Du bist im JETZT und dein Blick soll nach vorne gerichtet sein. Beim Durchstarten kommst du nicht darum herum, dich vom Alten zu lösen.

Einen Scheiss musst Du!
Ignoriere die allfälligen negativen Kommentare in deinem Umfeld ( „wie konntest du nur diesen wertvollen Gegenstand verkaufen…“) Man wird schon fast als Verräter angesehen. Dazu zitiere ich den Titel eines meiner Lieblingsbücher und sage einfach:
„Einen Scheiss muss ich“ 🙂

Machen!
Manchmal musst du dir auch selber einen Tritt in den Hintern geben und nicht zu viel kopfen.. MACHEN – NICHT GRÜBELN… (darüber habe ich ja schon geschrieben)

So ein Ausmisten hat in der Tat etwas befreiendes und erstaunlicherweise ist meine persönliche Erfahrung diese: Nur der Prozess des Loslassens selber bereitet mir manchmal etwas Mühe. Nachträglich habe ich es noch nie bereut und ich fühlte mich tatsächlich befreiter!

be spunky - Freiheit!

Hello New Year!

Jump – leicht ins Neue Jahr! 🙂

Ich freue mich jedenfalls, das Neue Jahr viel leichter und ohne Ballast zu starten. Und dasselbe wünsche ich dir auch! Falls du während der Weihnachtszeit ein paar Kilos angefuttert hast, das ist nicht so schlimm. Sehr bald kommen wieder die altklugen Tipps zum Abnehmen. Auch im Internet wird es so klugscheisserische Ratschläge geben wie

„10 Tipps für ein erfolgreiches Abnehmen“ oder

„In 20 Tagen zu deinem Traumkörper“…

Hahaha.. das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Solche Ratschläge wirst du hier jedoch vergebens suchen – das überlasse ich den anderen! 🙂

Bis bald, Katrin

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