Lebst du schon? Machen – nicht Grübeln!

Man bereut nie, was man getan hat, sondern immer, was man nicht getan hat.

be spunky - trau dich crazy zu sein!

Der Titel ist das Zitat von Marc Aurel (er war römischer Kaiser von 161 bis 180 und Philosoph) und es hat an Gültigkeit nichts verloren: Die australische Altenpflegerin Bronnie Ware hat viele sterbende Menschen begleitet und darüber ein Buch geschrieben,  „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ das 2013 zum Bestseller wurde. An erster Stelle steht die  Aussage,  dass sie (die Sterbenden) bereuen, nicht den Mut gehabt zu haben, ihr Leben so zu leben, wie sie es gerne gewollt hätten.

Über das Buch wurde viel berichtet. Ich habe es zwar nicht gelesen, aber als ich darüber einen Artikel las, wurde mir augenblicklich klar, dass ich NICHT so sterben will: Todkrank, auf dem Sterbebett liegend und über mein Leben reflektieren, damit ich voller Bedauern und vielleicht auch Entsetzen feststelle, was für ein mutloses Weichei ich doch war. Ich stelle mir das jedenfalls nicht so toll vor. Warum es bei mir „klick“ gemacht hat, und ich quasi von einer Sekunde auf die andere wachgerüttelt wurde, dass es höchste Zeit ist, mein Leben zu leben, ist wahrscheinlich auch die Tatsache, dass ich vor 8 Jahren selber sehr krank war. Zwar lag ich nie auf dem Sterbebett, doch der Weg dorthin war gar nicht so weit. Wie auch immer; ich wurde wieder gesund und ich habe mich sogleich regelrecht in die Arbeitswelt gestürzt – und wurde zum Workaholic. Da hatte ich meinen 80%-Job und nebenbei baute ich mein 2. Standbein aus. Ich habe sehr viel Energie reingesteckt und entsprechend gut hat sich mein 2. Standbein entwickelt – was aber gleichzeitig noch mehr Arbeit bedeutete. Während fast 5 Jahren bestand mein Lebensinhalt vorwiegend aus „Schlafen, Essen, Scheissen und Arbeiten“ (klingt jetzt vielleicht etwas vulgär, aber genau so war es, inkl. Wochenende, Urlaub und Feiertage). Bis ich also von diesem Buch hörte. Ich wusste sogleich, dass es mit mein Leben so  nicht mehr weitergehen kann.

Am Anfang ist die Erkenntnis. Das Umsetzen ist jedoch auf einem anderen Blatt geschrieben. Es ist ja schön, wenn man endlich zu der Erkenntnis kommt; nützt aber alles nichts, wenn man nichts ändert. MACHEN heisst das Zauberwort! Man weiss nie, was das Schicksal mit einem noch vor hat. Solange man die freie Wahl hat: Machen!

Nach diesem mentalen „Klick“ habe ich ein Jahr später gekündigt (ich war dort schon seit längerem sehr unzufrieden). Seither ist in meinem Leben nichts mehr so, wie es noch vor 2 Jahren war. Das hätte ich nie gedacht. Und ich vermute, das ist erst der Anfang. Das Leben öffnet Türen, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt. (Ok – fairer halber will ich noch erwähnen, dass ich schon etwas Erspartes hatte – sonst hätte ich den Mut nicht gehabt, einfach zu kündigen. Eine Änderung hätte es jedoch so oder so gegeben, auch ohne Kohle auf der Kante).

Eigentlich wollte ich ja über meine Grosseltern schreiben, die 1923 nach Südafrika ausgewandert sind. Ihnen widme ich ihre Geschichte, weil sie mutig waren. Sie haben es gemacht! Sie sind in ein fremdes Land ausgewandert mit dem Schiff. Und weil sie es gemacht haben, wurde mir auch eine weitere Tür geöffnet – nämlich die nach Südafrika.

Im nächsten Blog werde ich über den 2. Teil „Die Auswanderer nach Südafrika“ schreiben – versprochen.

Katrin

 

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